Qualität in der Kinderbildung

06.02.2019, 14:12 Uhr
Wenn wir uns jene Projekte im Land anschauen wollen, die gut zur “Marke Vorarlberg” passen und in die Positionierung “bis 2035 der chancenreichste Lebensraum für Kinder zu werden” einzahlen, drängt sich die “Energieautonomie” fast wie von selbst auf. Bis 2050 sollen sich in Vorarlberg die aus erneuerbaren Quellen gewonnene Energie und die verbrauchte Energie die Waage halten.
Laut Fachbereich Energie und Klimaschutz gibt es bereits erste Erfolge: Obwohl Bevölkerung, Gebäudefläche und Wirtschaftsleistung deutlich zugenommen haben, ist der Energiebedarf im Zeitraum 2005 bis 2016 nur geringfügig gestiegen. Der Ausbau erneuerbarer Energieträger hat dazu geführt, dass die CO²-Emissionen gegenüber 2005 um rund zwölf Prozent reduziert werden konnten.
Als eines der erfolgreichsten Programme zur Energieautonomie hat sich „Energieautonomie begreifen“ entwickelt. Es adressiert altersgerecht aufbereitete Angebote an Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Oberstufe.
Ziel ist es, der nächsten Generation die Energieautonomie näher zu bringen und spielerisch den Forschergeist und das Interesse an Technik und Naturwissenschaften zu wecken.
19 Kindergärten mit 900 Kindern und 160 Pädagoginnen setzen derzeit Jahresschwerpunkte zur Energieautonomie um. Die Kindergärten in Wolfurt und Lauterach messen ihre Energiesparerfolge zudem sportlich im Rahmen von Energiemeisterschaften. Im Kalenderjahr 2019 werden insgesamt rund 4.000 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren am Programm „Energieautonomie begreifen“ teilnehmen.
Auch für das Schulalter gibt es speziell ausgearbeitete Programme. Was hat es mit dem Treibhauseffekt auf sich? Woher kommt der Strom? Wie viel Energie brauchen wir täglich? Wie können wir Energie selbst herstellen? Welche Energiequellen gibt es? Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Schüler*innen im Rahmen der “energiewerkstatt.schule” nach.
In drei Workshops erforschen sie auf spielerische Weise das Thema Energie und werden dabei von Referent*innen vom Energieinstitut Vorarlberg begleitet. Carmen Jungmayr: “Mit dem Energie-Erlebnisprogramm wollen wir die Kinder auf altersgerechte Weise an die Themen Energie und Klimaschutz heranführen. Denn eines ist klar, dieser Generation kommt bei der Erreichung der Ziele der Energieautonomie Vorarlberg eine wichtige Rolle zu. Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Kinder auf das Thema einlassen.”
Die Energieautonomie Vorarlberg umfasst nahezu alle Lebensbereiche – auf ganz unterschiedliche Weise. zur besseren Veranschaulichung und Kommunikation des umfassenden Zukunftsprojektes wurden vier inhaltliche Säulen als Basis des Programms definiert:
1. Energiesparen
…ist Grundlage der Energieautonomie und oft durch eine Verhaltensänderung möglich
2. Energieeffizienz
Bessere Ausnutzung durch neue Technologien
3. Erneuerbare Energie
…wie Sonnenkraft, Wasserkraft und Biomasse – dies soll weiterhin ausgebaut werden.
4. Forschung, Entwicklung und Bildung
…schafft Vorsprung und stärkt den Standort Vorarlberg.
Für ein Zwischenziel im Jahr 2020 befinden sich derzeit “101 enkeltaugliche Maßnahmen” in Umsetzung. Internationalen Rückhalt hat das Projekt durch das Pariser Klimaabkommen, welches die vollständige Dekarbonisierung bis 2050 zum Ziel hat, bekommen.
Eine Fülle an äußerst interessanten Informationen zur Energieautonomie Vorarlberg finden Sie hier!
Volksschule: Workshop “energiewerkstatt.schule”
Sekundarstufe I: Erlebnis-Ausstellung “Klima verbündet”
Sekundarstufe II + Berufsschule: „Changing the Game“ – Planspiel zur Gestaltung der europäischen Energiewende
Sekundarstufe II + Berufschule:What’s your lifestyle?
Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren: Jugend Energie Akademie
Weitere Informationen zum Kindergarten- und Schulangebot finden Sie unter: www.energieautonomie-vorarlberg.at/lernen
© Markus Gmeiner, Energieinstitut